IG-BCE-Chef Vassiliadis kritisiert Ver.di-Kollegen Bsirske - DER SPIEGEL
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IG-BCE-Chef Vassiliadis kritisiert Ver.di-Kollegen Bsirske

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Der Vorsitzende des Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, erhebt in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL Vorwürfe gegen seinen Kollegen von der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Bsirske. Dieser hatte kürzlich bei diversen Auftritten während Gewerkschaftsdemonstrationen den "Stinkefinger" in die Luft gereckt, um seinem Unmut über die herrschenden Verhältnisse Ausdruck zu verleihen. "In der Öffentlichkeit sind die Sympathien für solche Gesten nicht sonderlich ausgeprägt", sagte Vassiliadis. "Von daher war das sicher nicht hilfreich." Die Gesten hätten gar nicht zu Bsirskes Reden gepasst, so der IG-BCE-Chef. Er selbst neige nicht zu solchen Aktivitäten. "Das ist nicht mein Stil." Vassiliadis verteidigte in dem Interview auch die Forderung der IG BCE nach bis zu sieben Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten in der Chemiebranche. "Unser Maßstab ist die durchschnittliche wirtschaftliche Leistungskraft der 1900 Chemie-Unternehmen. Und dem sind unsere Forderungen immer gerecht geworden. Das wird so bleiben." Dem Argument der Arbeitgeber, es gebe keinen echten Aufschwung mit Zuwächsen gegenüber dem Vorkrisenniveau widerspricht der Gewerkschafts-Boss: "Erstens sind viele Unternehmen wieder auf dem Niveau von 2008. Zweitens waren die Jahre 2007/2008 die erfolgreichsten unserer Branche. Wir werden mit unserer Tarifarbeit sicher nicht warten, bis dieser Gipfel erneut und auch vom letzten Unternehmen überschritten wird."