Vorwürfe gegen Zulieferer von Adidas und Puma - DER SPIEGEL
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Vorwürfe gegen Zulieferer von Adidas und Puma

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Für die größten deutschen Sport artikelhersteller, Adidas und Puma, müssen Arbeiterinnen in El Salvador offenbar unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Laut einer Studie der US-Organisation National Labor Committee waren beim Zulieferer Ocean Sky Wochenschichten von über 60 Stunden Normalität. Die rund 1500 Beschäftigten hätten bei rund 37 Grad unter Kameraüberwachung im Akkord produzieren müssen – etwa Trikots für Puma und die Adidas-Tochter Reebok. Beschwerden über ungenießbares Trinkwasser, so der Bericht, hätten zu Entlassungen geführt. Adidas und Puma arbeiten seit geraumer Zeit an ihrem Ruf und haben relativ strenge Verhaltenskodizes für Lieferanten eingeführt. Beide Firmen gaben jedoch zu, dass bei Ocean Sky bereits im vergangenen Jahr Regelverstöße festgestellt wurden. Maik Pflaum von der Christ lichen Initiative Romero hält Adidas und Puma dagegen "Verantwortungs losigkeit" vor. Ein Vollzeit-Job als Nähe rin bringe nur ein Viertel von dem ein, was eine Familie zum Leben braucht. Die Gewerkschaftsvertretung sei traditionell schwach, was den Konzernen nutze. Ocean Sky ließ Anfragen un beantwortet, Adidas und Puma wollen die Zustände nun vor Ort prüfen.