Ermittlungen gegen Gribkowskys Ex-Anwalt in Formel-1-Affäre
In der Affäre um den Verkauf von Formel-1-Rechten durch die Bayerische Landesbank im Jahr 2006 ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nicht länger nur gegen den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Grib kowsky, sondern nun offenbar auch gegen dessen ehemaligen Anwalt Gerald Toifl. Der Jurist soll Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben, heißt es aus Justizkreisen. Toifl, so der Verdacht, habe seinem Ex- Mandanten von der Landesbank womöglich dabei geholfen, Bestechungsgelder von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen. Dafür soll eine österreichische Stiftungskonstruktion genutzt worden sein. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte Ermittlungen gegen Toifl nicht bestätigen. Toifl selbst war für eine Stellungnahme am vergangenen Freitag nicht erreichbar. Ecclestone hat wiederholt bestritten, Gribkowsky bestochen zu haben. Dessen Anwalt äußerte sich zu den Vorwürfen nicht.