Angehörige der in Iran inhaftierten Reporter bitten um Gnade - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Angehörige der in Iran inhaftierten Reporter bitten um Gnade

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mit einem Gnadengesuch an die Regierung in Teheran hoffen die Angehörigen der in Iran verhafteten Journalisten Marcus Hellwig, 45, und Jens Koch, 29, die baldige Freilassung der Reporter zu erreichen. "Am 21. März beginnt das iranische Neujahrsfest Nowrus. Im Vorfeld dieses Feiertags wurden in den vergangenen Jahren viele Häftlinge begnadigt", sagten die Schwestern Miriam Lobinsky und Christina Hellwig dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. "Wir bitten die Führung in Teheran daher um Gnade auch für Marcus und Jens." Die Initiative werde vom Auswärtigen Amt in Berlin unterstützt, wo die Angehörigen am vergangenen Donnerstag zusammengekommen seien. Ihr Gnadengesuch sei "ernst genommen" worden und werde auf diplomatischen Kanälen weitergeleitet. Besondere Hoffnung setzen die Angehörigen auf Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Der habe zwar schon "seinen Staatssekretär nach Teheran geschickt", doch sie fragten sich, so Lobinsky und Hellwig zum SPIEGEL, ob Westerwelle "nicht vielleicht selbst nach Teheran" fahren müsse: "Wir sind verzweifelt und wollen, dass jede Chance genutzt wird, sei sie auch noch so klein."