Ex-BayernLB-Banker Gribkowsky engagierte Bodyguards
Immer neue Rätsel tauchen in der Affäre um den Verkauf eines BayernLB- Anteils an der Formel 1 Anfang 2006 auf. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der seit Anfang Januar inhaftierte Ex-Vorstand Gerhard Gribkowsky die Anteile damals zu billig an einen Finanzinvestor verkaufte und im Gegenzug 50 Millionen Dollar erhielt, mutmaßlich von Firmen aus dem Umfeld der Formel 1. Nach SPIEGEL-Informationen boten an dere Interessenten jedoch deutlich weniger, der Preis könnte angemessen gewesen sein. Mysteriös muten auch die Begleitumstände des Deals an. Wie Vertraute Gribkowskys berichten, hatte der Manager bereits Monate zuvor Angst und schon im Sommer 2005 auf eigene Kosten Sicherheitskräfte zu seinem persönlichen Schutz angeheuert. Sie überwachten ihn bis kurz vor seiner Inhaftierung vor gut sechs Wochen, angeblich, weil er sich von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone massiv bedroht fühlte. Warum Gribkowsky nach Erhalt der Millionenzahlungen noch jahrelang um Leib und Leben bangte, ist unklar. Von Ecclestone selbst war keine Stellungnahme zu erhalten.