Häfen somalischer Piraten überfüllt
Sicherheitsbehörden stellen eine erhöhte Verhandlungsbereitschaft somalischer Piraten fest. Grund ist nach Einschätzung von Experten eine Überfüllung der Häfen von Harardere, Eyl und Hobyo mit gekaperten Schiffen. Die Piraten hätten Interesse an einem schnellen Abschluss und würden auch geringere als ursprünglich geforderte Lösegelder akzeptieren. Aktuell halten somalische Freibeuter 33 Schiffe mit mehr als 700 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt, darunter die "Beluga Nomination" der Bremer Reederei Beluga Shipping. Bei der Kaperung Ende Januar waren zwei Besatzungsmitglieder und ein Pirat erschossen worden, ein Seeman ertrank bei der Flucht. Jüngstes Opfer ist der griechische Massengutfrachter "Dover", der am vergangenen Montag in die Hand somalischer Krimineller geriet.