Hoch für Merkel - Vorsprung für die SPD
An der Spitze der Beliebtheitsskala deutscher Politiker steht derzeit unangefochten die neue CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Das geht aus einer Umfrage des Emnid-Instituts für das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL hervor. Danach würden 78 Prozent der Befragten es gern sehen, wenn Merkel künftig "eine wichtige Rolle spielen" würde. Das ist ein Zuwachs von 42 Prozentpunkten seit Oktober 1999.
Außenminister Joschka Fischer, im Oktober noch die Nummer eins, verlor sieben Prozentpunkte und liegt nunmehr mit 66 Prozentpunkten knapp hinter Bundeskanzler Gerhard Schröder (67).
Die persönliche Popularität Merkels setzt sich allerdings nicht automatisch in Wählerstimmen um. 53 Prozent der Befragten glauben, für die SPD sei "die Stimmung im Au-genblick besonders günstig" (CDU/CSU: 19 Prozent). Wenn am Sonntag der Bundestag gewählt würde, läge die CDU denn auch mit 38 Prozent der Stimmen hinter der SPD (40 Prozent). Die Grünen könnten mit 7 Prozent rechnen, FDP und PDS mit jeweils 6 Prozent.