Neuer Ärger für BMW-Chef Milberg
Dem BMW-Chef Joachim Milberg droht neuer Ärger. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL hat Milberg die Öffentlichkeit nicht korrekt über den Beschluss des BMW-Aufsichtsrats zum Ausstieg bei Rover unterrichtet. Der Aufsichtsrat hatte am 16. März 2000 die Trennung von Rover Cars beschlossen. Dies solle, so ist im Protokoll festgehalten, entweder durch einen Verkauf an den Risikokapitalfonds Alchemy oder durch eine Schließung des Werks Longbridge geschehen. Milberg hatte aber einen Tag später auf seiner Pressekonferenz nur den ersten Teil des Beschlusses, den geplanten Verkauf, verkündet. Erst nachdem die Verhandlungen mit Alchemy scheiterten, gab Milberg jetzt bekannt, das auch eine Werksschließung möglich sei. Die Sanierungsbemühungen wirkten deshalb wie Stückwerk.