Kieler Meeresforscher steigen bei Bergung des Air-France-Jets aus
Das Meeresforschungsinstitut IFM-Geomar wird sich nicht an der Bergung der Wrackteile der im Juni 2009 abgestürzten Air-France-Maschine beteiligen. "Das wäre für die Wissenschaftler psychisch zu belastend", sagte Direktor Peter Herzig dem Nachrichten- Magazin SPIEGEL. Sein Institut hatte diesen Monat mit einem Unterwasserroboter vom Typ "Remus 6000" an der Suchaktion im Atlantik mitgewirkt. Das Gefährt funkte zusammen mit zwei ähnlichen Geräten aus den USA mehrere tausend Bilder von dem Trümmerfeld hin auf zu Wissenschaftlern an Bord des Forschungsschiffs "Alucia", dar unter zwei Mitarbeiter des Kieler Instituts. Zu erkennen sind darauf unter anderem Körperteile und Leichen; einige Absturzopfer befinden sich noch immer angeschnallt in ihren Sitzen. Im kommenden Monat wird unter anderem ein französisches Kriegsschiff damit beginnen, die Wrackstücke vom Meeresgrund zu bergen, allen voran das Heckteil, das auf den "Remus"-Fotos deutlich zu sehen ist. Darin vermuten die französischen Unfallermittler die Flugschreiber des Airbus A330.