Luftfahrtbundesamt ermittelt gegen Air Berlin
Das Luftfahrtbundesamt ermittelt gegen die Fluggesellschaft Air Berlin. Dies berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. Gegenstand der Untersuchung: Eine ihrer Maschinen, ein Airbus A330, flog auf mindestens zwei Flügen mit Ölgestank in der Kabine, der im Verdacht steht, gesundheitsgefährdend zu sein. Zugetragen hat sich der Vorfall zunächst auf einem Flug von München nach Mombasa am 8. April. Einen Tag später kehrte der Airbus (Kennzeichen D-ALPD) nach München zurück und hob zwei Stunden darauf mit Ziel Bangkok ab – und wieder roch es nach Triebwerksöl, in dem auch das Nervengift TCP enthalten ist. In Bangkok bildete sich Augenzeugenberichten zufolge eine Öllache unter dem rechten Triebwerk. Offensichtlich war eine Dichtung defekt, und das Schmiermittel war großflächig durch das Triebwerk geflossen. Dort wird auch die Atemluft für die Passagiere abgezapft. Mechaniker in Bangkok sollen Air Berlin geraten haben, den Motor auszutauschen. Doch das geschah erst zwei Tage später, nach Rückkehr der Maschine. Eine Air-Berlin-Sprecherin bestätigte die Probleme mit dem Ölgeruch. Eine Sicherheitsgefahr für die Passagiere habe zu keiner Zeit bestanden. Deshalb habe die Turbine nicht früher ausgetauscht werden müssen: "Geringe Leckagen dieser Art sind konstruktionsbedingt zulässig."