Milliardenkosten durch Atomausstieg
Erstmals haben die großen Energieversorger eigene Berechnungen über die Kosten eines beschleunigten Atomausstiegs vorgelegt. Danach erhöhen sich die Stromkosten für die Verbraucher bis zum Jahr 2020 nur moderat um etwa ein bis eineinhalb Cent pro Kilowattstunde, selbst wenn die sieben vorübergehend abgeschalteten Meiler nicht mehr ans Netz gehen. Wesentlich stärker dagegen sind die Auswirkungen für die energieintensive Industrie. Sie hätte nach den Berechnungen der Energiebranche rund 1,5 Milliaren Euro Mehrkosten pro Jahr zu schultern. Dabei entfällt der Hauptteil mit rund 520 Millionen Euro auf die Chemische Industrie. Stahlunternehmen müssen 210 Millionen Euro mehr für ihren Strom ausgeben und Metallbetriebe, die wie Aluminiumhütten beispiels weise kein Eisen verarbeiten, 300 Millionen Euro. In der Papier industrie würde die Stromrechnung rund 260 Millionen Euro höher ausfallen.