Ex-Staatssekretär Pfahls soll 3,8 Millionen Mark von Rüstungslobbyist Schreiber bekommen haben - DER SPIEGEL
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Ex-Staatssekretär Pfahls soll 3,8 Millionen Mark von Rüstungslobbyist Schreiber bekommen haben

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Ludwig-Holger Pfahls, früherer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, soll für seine Hilfe bei Rüstungsgeschäften sehr viel mehr Geld von dem Lobbyisten Karlheinz Schreiber bekommen haben als bisher bekannt – insgesamt 3,8 Millionen Mark. Dies geht aus der Anklageschrift der Augsburger Staatsanwaltschaft gegen Pfahls hervor. Im Jahr 2005 war er wegen Vorteilsnahme im Amt und Steuerhinterziehung verurteilt worden. In seinem Verfahren 2005 hatte Pfahls gestanden, dass Schreiber ihm für seine Hilfe 3,8 Millionen Mark versprochen habe, als er noch Staatssekretär gewesen war. Erhalten habe er allerdings nur 873 000 Mark in bar. Was mit dem Rest geschehen sei, wisse er nicht. Schreiber hat das in seinem Verfahren bestritten. Die Staatsanwaltschaft glaubt nun beweisen zu können, dass Pfahls tatsächlich die gesamten 3,8 Millionen Mark von Schreiber erhalten habe – über eine Firma namens Lemor Associated S.A. in Luxemburg. Aus Bankunterlagen geht hervor, dass zwischen 1996 und 1998 in vier Tranchen tatsächlich insgesamt rund 3,8 Millionen Mark auf das Firmenkonto geflossen waren – ziemlich genau die Summe, die Schreiber für Pfahls Anfang der neunziger Jahre auf einem Rubrikkonto namens "Holgart" reserviert haben soll. Als die Ermittler die Zahlungen mit den Geldabflüssen des Rubrikkontos "Holgart" abglichen, stellten sie fest, dass diese sich ebenso in vier vergleichbar große Tranchen zusammenfassen ließen. Ein Anwalt von Pfahls lehnte einen Kommentar ab.