Ex-Landesbanker Gribkowsky bestreitet Erpressung von Formel-1-Chef Ecclestone - DER SPIEGEL
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Ex-Landesbanker Gribkowsky bestreitet Erpressung von Formel-1-Chef Ecclestone

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In der Affäre um dubiose Millionenzahlungen aus dem Dunstkreis der Formel 1 an den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky tauchen neue Rätsel auf. Bei seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Anfang April soll Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ausgesagt haben, dass er von Gribkowsky erpresst wurde – mit brisanten Finanzdetails über Ecclestones verschachteltes Familienimperium. Die Ermittler verdächtigen den Ex-Banker der Steuerhinterziehung, Bestechlichkeit und Untreue; Ecclestone selbst der Beihilfe zur Untreue. Gribkowskys Anwalt Reinhard Höß bestreitet jedoch vehement, dass sein Mandant den Formel-1-Boss vor dem Verkauf eines BayernLB- Pakets an der Rennsportserie im Jahr 2006 massiv unter Druck gesetzt hat. "Er verfügte über kein spezielles Wissen", sagt Höß, "sondern nur über allgemein zugängliche Informationen, die den britischen Steuerbehörden zu diesem Zeitpunkt ohnehin bekannt waren." Ecclestones Anwalt Sven Thomas wollte sich dazu nicht äußern, erklärte gegenüber dem SPIEGEL jedoch erstmals, weshalb die BayernLB an den Formel- 1-Boss und seine Familienholding Bambino damals 67 Millionen Dollar zahlte. Demnach stellte der Finanzinvestor CVC als Bedingung für den Erwerb der BayernLB-Anteile, dass Ecclestone weitermacht. Zudem, so Thomas, habe sein Mandant Garantien für die Werthaltigkeit der Formel 1 im Wert von 100 Millionen Dollar übernommen und auf Einflussrechte verzichtet. All das sei durch die Zahlung abgegolten worden.