Heidelberger Uni-Chef für klare Linie gegen Plagiatssünder - DER SPIEGEL
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Heidelberger Uni-Chef für klare Linie gegen Plagiatssünder

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Der Heidelberger Universitätsrektor Bernhard Eitel hat klares Vorgehen gegen Plagiatssünder verlangt. "Wer seine Quellen nicht korrekt nennt, macht einen schweren handwerklichen Fehler", sagte Eitel dem SPIEGEL. Wenn dies im größeren Umfang passiere, sei das "ein wissenschaftliches Fehlverhalten, das sanktioniert wird".

An der Heidelberger Universität wird derzeit überprüft, ob der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin der Doktortitel aberkannt werden muss. Die Plagiatsjäger-Website vroniplag.wikia.com hat mittlerweile auf 56 von 201 Textseiten in Koch-Mehrins Doktorarbeit nicht oder mangelhaft deklarierte Übernahmen aus fremden Texten identifiziert. Ein Mitglied der zuständigen Promotionskommission an der Heidelberger Universität nannte die Vorwürfe "gewichtig". Das Ergebnis der Prüfung soll spätestens Anfang Juni bekannt gegeben werden.

Eitel fordert eine gesellschaftliche Debatte darüber, wie im Zeitalter von Google das Bewusstsein junger Leute für den Wert geistigen Eigentums geschärft werden könne. Bei Studierenden und einigen Doktoranden seien mitunter erschreckende Defizite im Umgang mit Texten fremder Autoren zu erkennen, sagte Eitel.