Private Gläubiger sollen 20 bis 35 Milliarden Euro für Griechenland aufbringen - DER SPIEGEL
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Private Gläubiger sollen 20 bis 35 Milliarden Euro für Griechenland aufbringen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Beteiligung privater Gläubiger an der Lösung der griechischen Schuldenkrise nimmt Konturen an. Um Athen vor dem Ruin zu retten, sollen die Inhaber griechischer Staatsanleihen nach Vorstellungen der EU-Finanzminister zwischen 20 und 35 Milliarden Euro aufbringen. Diskutiert wird das Modell eines sogenannten Rollover. Dabei tauschen die privaten Gläubiger ihre bestehenden Forderungen gegen neue Schuldtitel mit längerer Laufzeit. Damit zeichnet sich ein Kompromiss zwischen der Bundesrepublik und den anderen EU-Mitgliedern ab. Berlin wollte bislang alle Privatgläubiger zur Hilfe verpflichten. Nun würde sich die Bundesregierung offenbar mit einer freiwilligen Beteiligung des Privatsektors unter der Bedingung einverstanden erklären, dass möglichst viele daran teilnehmen. Vor allem die Europäische Zentralbank und Frankreich hatten gewarnt, eine verpflichtende Gläubigerbeteiligung könne dazu führen, dass die Rating-Agenturen Griechenland für zahlungsunfähig erklären. "Es ist möglich, die Beteiligung der privaten Gläubiger auf freiwilliger Basis zu organisieren", sagte der belgische Finanzminister Didier Reynders. "Dem wird dann auch Deutschland zustimmen können."