Grüne Jugend wirft Führung "vorauseilenden Gehorsam" vor - DER SPIEGEL
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Grüne Jugend wirft Führung "vorauseilenden Gehorsam" vor

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Zustimmung des grünen Bundesvorstands zum Atomausstiegsplan der Bundesregierung stößt parteiintern auf scharfe Kritik. Gesine Agena, Ko-Sprecherin der Grünen Jugend, warnt die Parteiführung im SPIEGEL davor, "in vorauseilendem Gehorsam einfach unsere eigenen politischen Forderungen bei unserem Herzensthema" fallen zu lassen. Weiter sagte sie: "Warum sollten wir einem unzureichenden schwarz-gelben Atom-Kompromiss zustimmen, wenn mit uns darüber nie wirklich verhandelt wurde?" Der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler nannte im SPIEGEL drei Grundbedingungen für eine Zustimmung der Grünen zum Atomausstieg: höhere Sicherheitsauflagen, einen Baustopp für Gorleben und eine raschere Abschaltung der restlichen Meiler. Wenn diese Bedingungen nicht durch die Bundesregierung erfüllt würden, so Kindler, "sollten Grüne insgesamt dieser schwarz-gelben Atomgesetz-Novelle nicht zustimmen".