Ferrostaal soll 177 Millionen Euro Strafe wegen Korruption zahlen - DER SPIEGEL
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Ferrostaal soll 177 Millionen Euro Strafe wegen Korruption zahlen

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Wegen der Korruptionsaffäre um den Verkauf von vier U-Booten an Griechenland soll der Essener Industriedienstleister Ferrostaal 177 Millionen Euro Strafe zahlen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigern. Zudem sollen zwei frühere Top-Manager des Konzerns wegen Bestechung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt werden und darüber hinaus eine Geldbuße in Höhe von 360 beziehungsweise 180 Tagessätzen erhalten.

Die Staatsanwaltschaft München hatte am 18. März gegen das Duo Anklage erhoben. Nach Ansicht der Ermittler sollen die Manager an Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit einem 1,6-Milliarden-Euro-U-Boot-Geschäft aus dem Jahr 2000 beteiligt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft würde der Deal vor einer möglichen Pleite vor Gericht bewahren. Die Fahnder hatten bei ihren Ermittlungen zwar fragwürdige Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe festgestellt - Belege für Schmiergeldempfänger aus dem griechischen Militär oder der Politik konnten sie bislang nicht vorlegen. Auch hatten sie zwischenzeitlich eine weit höhere Strafe für den Konzern gefordert: 277 Millionen Euro. Nun wird das Verfahren gegen die beiden Ferrostaal-Veteranen wohl im Herbst mit drei bis vier Verhandlungstagen zügig beendet werden. Strittige Fragen, beispielsweise nach einer Verjährung der Taten, werden demnach ausgeklammert. Die Parteien bekommen zuvor allerdings zwei Monate Zeit, den Hinterzimmer-Deal zu überdenken. Die Staatsanwaltschaft wollte lediglich Gespräche zwischen den Parteien bestätigen.