Kritik an Ackermanns Aufsichtsrats-Plänen
In der Vorstandssitzung am vergangenen Dienstag hat der Deutsche-Bank-Chef für seinen Wechsel in den Aufsichtsrat geworben. Internationale Investoren hätten Druck ausgeübt, dass er weiter an Bord bleibe. Obwohl er noch im April betont hatte, keinesfalls Aufsichtsratsvorsitzender werden zu wollen, wolle er sich der Pflicht nicht entziehen. Die meisten Vorstände unterstützten nach Informationen des SPIEGEL seinen Vorschlag. Nur Deutschland-Chef Jürgen Fitschen soll auf mögliche Probleme hingewiesen haben.
Beim britischen Finanzdienstleister Hermes - ein Berater für große, in die Deutsche Bank investierte Pensionsfonds - äußert man "erhebliche Zweifel" an Ackermanns Aufseher-Ambitionen. Ein neuer Vorstandschef werde es schwer haben, neben Ackermann "ein eigenes Profil zu entwickeln und wenn notwendig Veränderungen vorzunehmen", sagt Hermes-Manager Hans-Christoph Hirt. Der Investoren-Vertreter verlangt deshalb eine "sehr gute Begründung" sowie "eine überzeugende Gesamtlösung für den Aufsichtsrat und insbesondere für den Vorstandsvorsitz".