Umstrittener Roman "Esra" ungekürzt im Netz
Der umstrittene Roman "Esra" des Berliner Autors Maxim Biller ist von Unbekannten ungekürzt ins Netz gestellt worden. Das berichtet der SPIEGEL. 2003 war das Buch gerichtlich verboten worden, weil sich zwei Frauen in ihm falsch dargestellt fühlten und angegeben hatten, ihre wahre Identität sei trotz der Fiktionalisierung leicht zu erschließen. Das Bundesverfassungsgericht hatte 2007 das Verbotsurteil bestätigt.
Der Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch, der "Esra" verlegt und gegen das Verbot gekämpft hatte, behält sich vor, gegen die Veröffentlichung der ungekürzten Fassung im Internet vorzugehen. Verleger Helge Malchow zum SPIEGEL: "Zwar waren wir gegen das Verbot, aber es ist illegal, ein Buch im Internet zu veröffentlichen, dessen Rechte einem nicht gehören."