Forschungserfolg des BKA - Ein einzelnes Haar kann künftig Täter überführen - DER SPIEGEL
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Forschungserfolg des BKA - Ein einzelnes Haar kann künftig Täter überführen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wissenschaftlern des Bundeskriminalamts (BKA) ist nach eigener Einschätzung eine Sensation gelungen. In aufwendigen Forschungsreihen, so meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe, haben Experten des Kriminaltechnischen Instituts eine Methode zur DNS-Untersuchung an ausgefallenen Haaren entwickelt. Damit sei, so ein BKA-Sprecher, eine "weltweit neue Dimension des Sachbeweises" eröffnet, denn Haare sind eine der häufigsten Spurenarten bei Delikten aller Art.

Die Analyse des so genannten genetischen Fingerabdrucks war bisher nur an Haaren möglich, die samt Wurzel mit intakten Zellkernen oder anhaftendem Gewebe ausgerissen worden waren. Solche Spuren aber werden von den Ermittlern nur selten am Tatort gefunden, 95 Prozent aller sichergestellten Haare haben vollständig verhornte und nach klassischer Methode unbrauchbare Zellen.

Jetzt gelang es den BKA-Experten, relevante DNS-Fragmente aus verhorntem Gewebe zu filtern und sichtbar zu machen. Damit, so die Wissenschaftler, sei ein Großteil sichergestellter Haare ebenso auswertbar wie Speichel, Blut oder Zellgewebe. Schon ein einzelnes Haar kann also künftig Täter überführen.

(DER SPIEGEL 21/2000, Panorama)