MAN-Tochter zahlt 460 Millionen Mark an Sohn des nigerianischen Diktators Abacha
In die Milliardenaffäre um den ehemaligen nigerianischen Diktator Sani Abacha ist auch der MAN-Konzern verwickelt. Das Essener Tochterunternehmen Ferrostaal zahlte insgesamt 460 Millionen Mark an Mohamad Abacha, den berüchtigten Sohn des Diktators. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, flossen die Gelder auf Abacha-Konten bei Töchtern der Hamburger Privatbank M.M. Warburg in Zürich und Luxemburg. Die Justizbehörden in Genf und Nigeria vermuten, dass es sich dabei um Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Bau einer Aluminium-Hütte in Nigeria handelt, die 1998 fertiggestellt wurde. Ferrostaal hingegen begründet die Zahlungen mit Rechnungen nigerianischer Unterlieferanten.
(DER SPIEGEL 21/2000, Seite 94)