Teure Abgeordnetenreise nach Fernost - DER SPIEGEL
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Teure Abgeordnetenreise nach Fernost

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Eine "Informationsreise" des CSU-Abgeordneten Herbert Frankenhauser nach Fernost beschäftigt nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL den Haushaltsausschuss des Bundestags. Auf einer zehntägigen Reise Anfang Februar hatte Frankenhauser, im Haushaltsausschuss für die Diplomaten zuständig, mit drei Beamten aus dem Berliner Finanz- und Außenministerium Peking, Tokio, Jakarta und Singapur besucht.

Offizieller Zweck der rund 70.000 Mark teuren Reise: "Gewinnung von Informationen insbesondere über Liegenschaftsfragen und damit zusammenhängenden Problemen für den Haushalt des Auswärtigen Amtes". Zum Beiprogramm der Polit-Touristen gehörten unter anderem in China die Peking-Oper, ein Besuch der Verbotenen Stadt und in Japan ein ganztägiger Ausflug. Einigen Kollegen Frankenhausers war das Ganze suspekt. Die Obleute des Haushaltsausschusses wollen künftig "mehr Sensibilität", besonders bei Einzelreisen von Abgeordneten, walten lassen.

(DER SPIEGEL 21/2000, Panorama)