Katholische Kirche vertuschte Missbrauchsfall in Salzgitter - DER SPIEGEL
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Katholische Kirche vertuschte Missbrauchsfall in Salzgitter

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Die Zusammenarbeit zwischen der katholischen Kirche und Staatsanwaltschaften funktioniert bei Missbrauchsfällen offenbar immer noch nicht. Dies belegt der Fall des 46-jährigen Priesters aus Salzgitter, der in Untersuchungshaft den mehrfachen Missbrauch dreier Jungen zugegeben hat. Die Bistumsleitung hatte dem Priester bereits 2006, aber nur kirchenintern, ein Kontaktverbot zu einem Zehnjährigen ausgesprochen. Weder andere Eltern noch Staatsanwaltschaft wurden informiert. Das Bistum ließ den Geistlichen sogar weiterhin mit Minderjährigen arbeiten. Da der Priester auch zuletzt das Kontaktverbot missachtete, beschwerte sich die Mutter des Jugendlichen vor zwei Monaten beim Bistum. Wiederum schaltete die Kirche, entgegen ihren Versprechungen in der Missbrauchsdebatte des vergangenen Jahres, in diesem Jahr nicht sofort die Ermittlungsbehörden ein. Erst eine Anzeige von Eltern führte jetzt zur Verhaftung des Geistlichen.