Förderprogramm zur Gebäudesanierung in Nordrhein-Westfalen leidet unter zu geringer Nachfrage
Ein Förderprogramm der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur energetischen Gebäudesanierung erweist sich als Flop. Von den 200 Millionen Euro, die für das Jahr 2011 eingeplant waren, sei zur Jahresmitte erst rund ein Viertel abgerufen worden, bestätigte eine Sprecherin des zuständigen Bauministeriums. Das Programm müsse sich noch "am Markt etablieren", räumte sie ein. Die Antragsfrist endet allerdings bereits im November. Kritiker werfen dem nordrhein-westfälischen Bauminister Harry Voigtsberger (SPD) vor, er habe in der Startphase zu wenig Werbung für das neue Angebot gemacht, das Hausbesitzern und Wohnungsbaugesellschaften zinsverbilligte Darlehen der NRWBank für Modernisierungen bietet. Zudem gehe die Struktur des Programms "am Bedarf vorbei", so Erik Amaya, Direktor des Landesverbandes Haus und Grund Rheinland: Sinnvoller als reine Darlehen seien "Zuschüsse für Eigentümer".