MDR-Justitiarin Wille verfasste fragwürdige Dissertation
Dass angesichts immer neuer Vorwürfe und Gerüchte rund um die Affäre des suspendierten Unterhaltungschefs Udo Foht im Sender Ruhe einkehrt, darf für die nächste Zeit ausgeschlossen werden, auch wenn am 26. September der neue Intendant gewählt werden soll. Zu den Kandidaten gehört Karola Wille, 52, Juristische Direktorin des MDR. Nach der Wende hatte sie an der Fernuniversität Hagen einen zweiten Abschluss in Rechtswissenschaft gemacht - ein Neuanfang. So blieb bisher verborgen, dass Wille noch 1985 an der Universität Jena eine Dissertation verfasste, in der sie dem Sozialismus huldigt. Um "die historische Mission der Arbeiterklasse" zu verwirklichen, seien besondere Anstrengungen und Bündnisse notwendig, schreibt Wille, nur so könne man die "Vorzüge des Sozialismus auch im internationalen Rahmen umfassend zur Geltung bringen".