Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky verlangte bis zu 15 Millionen Euro Prämie von der Landesbank
Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky wollte 2006 vom Verkauf eines Formel-1-Pakets der BayernLB noch stärker profitieren als bislang bekannt. Das geht aus einem Brief hervor, den er kurz vor dem Erwerb der Beteiligung durch den Finanzinvestor CVC an den damaligen Bank-Boss Werner Schmidt schickte. In dem vertraulichen Schreiben vom 7. September 2005 fordert Gribkowsky bei einem erfolgreichen Abschluss des Geschäfts eine Sonderprämie. Sie sollte, abhängig vom ausgehandelten Preis, auf bis zu 1,5 Prozent des Verkaufserlöses steigen und in der Spitze über 15 Millionen Euro betragen. Der Bonus wurde dem Manager damals verwehrt. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt Gribkowsky, von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und dessen Familien-Holding Bambino 44 Millionen Euro kassiert und ihm und seiner Sippe das Geld zuvor über dubiose Nebenvereinbarungen zu Lasten der Bank zugeschanzt zu haben. Daran sind indes Zweifel angebracht, wie eine "streng vertrauliche" Vorstandsvorlage der BayernLB vom 11. November 2005 zeigt. In dem Papier wird detailliert geschildert, weshalb Ecclestone und Bambino das Geld tatsächlich zugestanden haben könnte. So sollten mit den Zahlungen etwa Altforderungen von Bambino und Leistungen Ecclestones im Zusammenhang mit dem Verkauf an CVC abgegolten werden. Der damalige BayernLBVorstand war mit dieser Regelung einverstanden. Inzwischen überprüfte auch die interne Revision den Vorgang - ohne Beanstandungen.