Haushalt des Bundes schon 2005 ausgeglichen
Deutschland wird nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL schon 2005 einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können, also keine neuen Kredite mehr aufnehmen müssen. Das ist ein ganzes Jahr früher als von Finanzminister Hans Eichel angekündigt. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen.
Der Steuerschätzer des Instituts, Heinz Gebhardt, hat dabei, so DER SPIEGEL, die Steuerausfälle durch Eichels Steuerreform schon berücksichtigt und angenommen, dass die öffentlichen Haushalte an ihrem Konsolidierungskurs fest halten. Danach soll Deutschland 2001 nur noch ein Defizit von 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweisen, das auf 0,3 Prozent im Jahr 2004 sinken und ein Jahr später die Null-Linie erreichen soll. Ursache für die Verringerung der Neuverschuldung sind die verbesserten Wachstumsaussichten durch die Steuerreform, die zusätzliche Einnahmen in die öffentlichen Kassen spülen sollen.