Koalition plant höhere Förderung für Familien bei der Rente - DER SPIEGEL
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Koalition plant höhere Förderung für Familien bei der Rente

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Koalition kommt der Union bei der geplanten Rentenreform entgegen. Beim Aufbau der privaten Zusatzvorsorge will die Bundesregierung nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL nun doch Familien besonders fördern. Bislang sah das Konzept von Bundesarbeitsminister Walter Riester vor, Geringverdienern unabhängig von der Kinderzahl einen staatlichen Zuschuss zur privaten Altersvorsorge zu zahlen. Nun soll die Zulage nach der Familiengröße gestaffelt werden, berichtet das Magazin. Im Gespräch sei unter anderem, die vorgesehene Geringverdiener-Grenze von 60 000 Mark für Familien mit Kindern zu erhöhen. Über die Details wollen sich die Rentenexperten von SPD und Grünen bei ihrer Klausursitzung Anfang kommender Woche verständigen. Die Union hatte zuletzt eine Vorsorge-Förderung von 30 Mark je Kind und Monat vorgeschlagen.

Zudem haben sich Riester und Finanzminister Hans Eichel über weitere Einzelheiten zur künftigen Förderung der privaten Altersvorsorge geeinigt, berichtet DER SPIEGEL weiter. Danach wird der staatliche Zuschuss, den Geringverdiener für die private Vorsorge erhalten sollen, in den nächsten Jahren schrittweise erhöht werden. Der maximale Sparbetrag, für den die Bezieher niedriger Einkommen einen Zuschuss erhalten, werde dazu in mehreren Jahren von 0,5 auf 4,0 Prozent des Bruttoverdienstes angehoben. Bislang sollten höchstens 2,5 Prozent des Einkommens bezuschusst werden.