EU-Richtlinie gegen sexuelles Mobbing - DER SPIEGEL
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EU-Richtlinie gegen sexuelles Mobbing

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In einer EU-Richtlinie sollen jetzt Anmache am Arbeits- oder Ausbildungsplatz, beleidigende Witze und sexuelles Mobbing definiert und rechtlich sanktioniert werden. Nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL will die Brüsseler Sozialkommissarin, die Griechin Anna Diamantopoulou, am Mittwoch einen entsprechenden Entwurf bei der Kommission einbringen. Damit soll die EU-Gleichbehandlungsrichtlinie aus dem Jahr 1976 novelliert werden.

Wenn "ein unerwünschtes, geschlechtsbezogenes Verhalten die Beeinträchtigung der Würde einer Person" bezwecke oder "die Schaffung eines durch Einschüchterungen, Anfeindungen, Beleidigungen oder Störungen geprägten Umfelds" bewirke, so die Definition der Eurokraten für sexuelle Belästigung, könnten Frauen oder Männer künftig wegen Diskriminierung vor Gericht ziehen. In den USA können schon Komplimente als Klagegrund gelten; laut EU-Entwurf soll geklagt werden können, wenn eine Person nur "mittelbare" Nachteile hat. Einige Kommissare wollen ihrer Kollegin Diamantopoulou allerdings nicht folgen und gegen die Belästigungs-Norm stimmen.