Millionen-Skandal um Dresdner Herzklinik - DER SPIEGEL
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Millionen-Skandal um Dresdner Herzklinik

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei der Dresdner Herzklinik sollen nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL Millionen in dunkle Kanäle geflossen sein. Betreiber der Klinik ist das Herz- und Kreislaufzentrum Dresden, ein gemeinnütziger, steuerrechtlich begünstigter Verein, der von einem Aufsichtsrat unter Vorsitz des sächsischen Wissenschaftsministers Hans Joachim Meyer (CDU) kontrolliert wird.

Ein von Meyer in Auftrag gegebenes Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen komme zu dem Ergebnis, der Vorstand des Vereins habe permanent Gesetze und die Vereinssatzung missachtet, schreibt DER SPIEGEL. So seien Darlehen über fast zwei Millionen Mark satzungswidrig und teilweise mit fingierten Verträgen an Unternehmen weitergeleitet worden, an denen Vereinsmitglieder beteiligt seien.

Eine wichtige Rolle spiele dabei der frühere Manager der Holzmann-Bauprojekt AG, Klaus Heidkamp, ein langjähriger Vertrauter des Heidelberger Baulöwen Roland Ernst, der die Herzklinik gebaut hat. Gegen Heidkamp habe die Dresdner Staatsanwaltschaft inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet, berichtet das Magazin.

Laut SPIEGEL sieht sich der Manager selber als Opfer einer Intrige der Geschäftsführung und des Aufsichtsratschefs.