Bundesregierung will Suche nach Atomendlager gemeinsam mit allen Ministerpräsidenten angehen
Die Bundesregierung will die weitere Suche nach einem Atomend lager im Herbst bei einem Spitzen gespräch zwischen Bundeskanzlerin Merkel und allen Ministerpräsidenten abstimmen. Dabei geht es um Alternativen zur bisher einzigen potentiellen Lagerstätte in Gorleben. Obwohl Wissenschaftler solche Alternativen bisher vorwiegend in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen geortet haben, sollen die Regierungschefs aller Länder an dem Treffen teilnehmen. Brisant ist allerdings, dass die Bundesregierung bei Gorleben das alte Planungsverfahren nach dem Bergrecht fortführen will, das kaum Öffentlichkeitsbeteiligung vorsieht, und nur bei Alternativstandorten mehr Transparenz zulassen möchte. Neben norddeutschen Salzstöcken haben Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Tonregionen in Niedersachsen und Baden- Württemberg als mögliche Lagerstätten für Atommüll identifiziert.