Hessischer Innenminister mit Rotlichtkontakten?
In einem Telefon-Abhörprotokoll der hessischen Polizei wurden Hinweise auf mögliche Kontakte des hessischen Innenministers Boris Rhein (CDU) zu der Rockerorganisation Hells Angels gefunden. Die Ermittler belauschten im vergangenen November ein Gespräch zwischen zwei Angels-Mitgliedern aus Bremen und Frankfurt, in dem vom hessischen Innenminister die Rede ist. Dieser habe mit den Hells Angels im Frankfurter Bahnhofsviertel gesprochen, als der ins Rotlichtmilieu verstrickte Rockerclub "mal ein großes Problem" mit Straßenprostituierten aus Rumänien gehabt habe, heißt es im Abhörprotokoll. Rhein hatte im Oktober 2010 das Frankfurter Bahnhofsviertel anlässlich einer Polizeirazzia aufgesucht, bei der unter anderem auch eine Prostituierte aus Rumänien in Gewahrsam genommen wurde. In dem abgehörten Gespräch wird von einem der Angels-Mitglieder laut Protokoll in Aussicht gestellt, dass der Minister eventuell nun auch in einer anderen Angelegenheit nützlich sein könne. Das hessische Innenministerium bestreitet jeden Kontakt Rheins zu Mitgliedern der Hells Angels. Ein Schwerpunkt des Ministers sei vielmehr die Bekämpfung des Motorradclubs, der "deutliche Züge Organisierter Kriminalität" aufweise. Intern sprechen Rhein-Vertraute von "versuchtem Rufmord" gegen den Minister.