Präsidenten von drei medizinischen Fachgesellschaften fordern Staatsanwaltschaft auf, Vorwürfe gegen Schönheitspapst Mang zu untersuchen - DER SPIEGEL
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Präsidenten von drei medizinischen Fachgesellschaften fordern Staatsanwaltschaft auf, Vorwürfe gegen Schönheitspapst Mang zu untersuchen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Präsidenten von gleich drei medizinischen Fachgesellschaften fordern die Staatsanwaltschaft auf, die Praktiken des "Schönheitspapstes" Werner Mang zu untersuchen (SPIEGEL 40/2011). Professor Wolfgang Gubisch, Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC), sagt: "Die Vorwürfe gegen Mang, die im SPIEGEL zu lesen waren, sind schwerwiegend. Es ist notwendig, dass die Staatsanwaltschaft das klärt, denn die Ärztekammer ist dazu nicht in der Lage." Der Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), Professor Peter Vogt, flankiert: "Wenn bei Mang tatsächlich ein Arzt ohne Zulassung operiert haben sollte, wäre das ein schwerwiegender Verstoß. Die Grundsätze der Patientensicherheit und das geltende Berufsrecht erfordern eine dringliche Aufklärung." Weitere Kritik an Mang kommt vom Präsidenten der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD), Gerhard Sattler: "Vom ethischen Standpunkt des Arztes her ist Mang an der Grenze dessen, was man Patienten zumuten kann. Der Vorwurf der Aktenmanipulation ist kein Kavaliersdelikt. Die Staatsanwaltschaft muss ermitteln, ob die Vorwürfe begründet sind und, falls sie sich bestätigen, die Konsequenzen ziehen." Mang selbst bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Zuständig für die Bodenseeklinik ist die Staatsanwaltschaft Kempten. Dort, so teilt eine Sprecherin mit, prüfe man seit zwei Wochen, ob man ein Ermittlungsverfahren gegen den Schönheitschirurgen eröffnet.