Bundesbank soll Devisenreserven abgeben
Einige Mitglieder der von Bund und Ländern berufenen Kommission zur Strukturreform der Bundesbank wollen nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL vorschlagen, dass die Frankfurter Währungsbehörde künftig nicht mehr für die Verwaltung der Devisenreserven zuständig sein soll. Die mehr als 100 Milliarden Mark an Devisenbeständen könnten einer privatwirtschaftlich organisierten Agentur anvertraut werden, die die fremden Währungen lukrativer anlegen könne, berichtet das Magazin.
Beim Streit um die künftige Zuständigkeit der Bundesbank zeichne sich eine Lösung ab. So sollen die Notenbanker nicht die Zuständigkeit für die Verwaltung der Bundesschulden bekommen. Dafür werden sie aber im Gegenzug zuständig für die Bankenaufsicht, schreibt DER SPIEGEL. (DER SPIEGEL 23/00, Seite 78)