Neuer Streit über Verteilung der Gelder an NS-Zwangsarbeiter - DER SPIEGEL
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Neuer Streit über Verteilung der Gelder an NS-Zwangsarbeiter

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die deutsch-amerikanischen Verhandlungen über die Entschädigung von ehemaligen NS-Zwangsarbeitern kommen nur zäh voran. Nun gibt es auch neuen Streit um die geplante Verteilung der Gelder. Auslöser ist nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL der jüngste Gesetzentwurf für die Entschädigungsstiftung aus dem Bundesfinanzministerium. Darin wurden die Summen für die überlebenden nichtjüdischen Zwangsarbeiter aus dem so genannten "Rest der Welt" - etwa Bulgarien oder Slowenien - erneut abgesenkt. Statt wie geplant 800 Millionen Mark, stehen für sie nur noch 540 Millionen Mark zur Verfügung. Der von der Bundesregierung beauftragte Historiker Lutz Niethammer hält "diesen Ansatz für deutlich zu niedrig". Während stets mit der möglichen Höchstzahl jüdischer Überlebender gerechnet wird, wird die Zahl für den "Rest der Welt" so niedrig wie möglich angesetzt. Bei nur 540 Millionen Mark werden die - konservativ geschätzt - 61000 Ex-KZ-Häftlinge dieser Kategorie die gesetzliche Entschädigung von bis zu 15.000 Mark nicht voll erhalten. (DER SPIEGEL 23/00, Panorama Deutschland)