C&A gibt Online-Vertrieb auf
Nach der spektakulären Pleite des Versandhauses Boo.com hat auch der Handelskonzern C&A seinen Online-Vertrieb wieder eingestellt, meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Erst im Januar hatte die Traditionsfirma ihren komplett renovierten Internet-Shop neu eröffnet und damit, so glaubte C&A damals, ein "richtungweisendes und zukunftssicheres Online-Angebot" verfügbar gemacht. "Funktionalität und Übersichtlichkeit platzieren diesen Auftritt an der Spitze der deutschen Mode-Sites", lobte sich das Unternehmen, das seinen Kunden sogar die Kreditkartenzahlung über eine verschlüsselte, sichere Verbindung und den Umtausch der online bestellten Ware in jeder C&A-Filiale anbot.
Doch die Umsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Nach nur fünf Monaten online empfiehlt C&A seinen Kunden nun: "Schauen Sie doch einfach mal wieder in einer unserer zahlreichen Filialen vorbei." Unterdessen zieht der Boo-Bankrott weitere Kreise im Internet. Während sich frühere Boo-Mitarbeiter etwa auf der Site postboo.com als Design-Berater für andere Firmen anbieten, gestalteten Witzbolde eine im Boo-Stil gestaltete Site, auf der "nichts passiert" - Überschrift: "Schadenfreude". (DER SPIEGEL 23/00, Trends)