Schmutzfinken sollten zahlen
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Wer etwa auf Gehwegen oder in Parks achtlos Müll oder Essensreste wegwirft sollte nach amerikanischem Vorbild mit rabiaten Geldbußen bestraft werden. Das fordern 87 Prozent der Befragten laut einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL. In Ostdeutschland plädierten sogar 95 Prozent für die Einführung hoher Geldstrafen beim Verschmutzen öffentlicher Anlagen - wie etwa in Kalifornien, wo solche Delikte mit Geldbußen von bis zu 1000 Dollar geahndet werden. In Westdeutschland sprachen sich immerhin 85 Prozent für drastische Strafen aus. Gegen die Einführung solcher Bußgelder wandten sich im Westen 15 Prozent und im Osten nur vier Prozent der rund 1000 von Emnid Befragten. (DER SPIEGEL 23/00, Panorama Deutschland