Ex-VW-Boss Pischetsrieder soll Mieteinnahmen kleingerechnet haben - DER SPIEGEL
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Ex-VW-Boss Pischetsrieder soll Mieteinnahmen kleingerechnet haben

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der einstige VW-Chef Bernd Pischetsrieder soll mit einer besonderen Methode Steuern in Höhe von 200000 Euro hinterzogen haben. Nach einem Bericht des Hamburger Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL wirft die Staatsanwaltschaft Pischetsrieder in der Anklage vor, er habe bei seinen Steuererklärungen der Jahre 2000 bis 2003 Mieteinnahmen aus seinen Immobilien durch den Abzug von Zinskosten gesenkt. Doch die entsprechenden Darlehen seien gar nicht für diese Immobilien aufgenommen worden. Pischetsrieder, der im November 2006 als VW-Chef abgelöst wurde, erhält nach SPIEGEL- Informationen noch immer mehrere Millionen Euro jährlich vom VW-Konzern. Er hatte kurz zuvor einen neuen Fünfjahresvertrag erhalten, der noch bis 16. April 2012 läuft. Nach Informationen des SPIEGEL vereinbarte VW mit dem abgelösten Chef, dass er VW bis zu diesem Datum berät, zu Bedingungen, die "mit dem bisherigen Anstellungsvertrag weitgehend vergleichbar" sind. Im Jahr 2006 hatte Pischetsrieder 3,5 Millionen Euro erhalten. Seitdem dürfte er Jahr für Jahr über 3 Millionen Euro von VW kassiert haben. Gegenüber Vertrauten hat Pischetsrieder laut SPIEGEL gesagt, er sehe dem Prozess vor dem Münchner Landgericht "völlig entspannt" entgegen. Die Staatsanwälte hätten wohl geglaubt, er gebe klein bei und zahle die angebliche Steuerschuld, um eine Anklage zu vemeiden. Aber er wolle den Vorgang geklärt haben, denn er sehe sich im Recht.