Eigene Kollegen werfen Deutsche-Bank-Chef nachlässige Geschäftsführung vor - DER SPIEGEL
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Eigene Kollegen werfen Deutsche-Bank-Chef nachlässige Geschäftsführung vor

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Sieben Monate vor dem angekündigten Abgang des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann wächst die Unruhe bei der Deutschen Bank. Schon seit Monaten wird in der Führungsebene Bank kontrovers über Ackermanns angestrebten Wechsel in den Aufsichtsrat diskutiert. Nun wird geraunt, dass seine beiden designierten Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen die ganze Macht unter sich neu aufteilen könnten. Der Investmentbanker Jain solle alleiniger Vorstandsvorsitzender werden, Fitschen wolle den Posten des Chefkontrolleurs übernehmen. Doch das wird von den Beteiligten unter anderem mit Hinweis auf das Aktiengesetz dementiert, das bei einem Wechsel des bisherigen Vorstands Fitschen in den Aufsichtsrat ähnliche Hürden wie bei Ackermann vorsieht. Hintergrund der Gerüchte sind Vorwürfe an Ackermann, er kümmere sich zu wenig ums Tagesgeschäft. So war er am Dienstag vergangener Woche nur per Video beim Treffen der obersten Führungskräfte zugeschaltet. Ackermann investiert aktuell viel Zeit, um als Präsident des internationalen Bankenverbandes IIF mit Politikern über die griechische Schuldenkrise zu reden. "Von der Deutschen Bank hat er kein Verhandlungsmandat dafür", kritisiert einer der obersten Manager der Bank und rät: Ackermann solle sich lieber darum kümmern, eine Abspaltung der Investmentbank zu verhindern.