Neue Vorwürfe gegen "Schönheitspapst" Werner Mang
Mehrere Patienten erheben neue Vorwürfe gegen den berühmten Schönheitschirurgen Werner Mang. Das berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. So ließ sich die tschechische Weltrekordschwimmerin Yvetta Hlaváová ihre lädierte Nase bei Mang richten, bei der Gipsabnahme durch eine angestellte Ärztin sei ihre Nase aber erneut gebrochen. Für Hlaváová bedeutete das das Aus ihrer Schwimmkarriere. Für die tschechische Spitzensportlerin war das Ergebnis "eine Katastrophe". Kritik übt sie aber auch an den Umgangsformen Mangs: "Sein cholerisches und arrogantes Verhalten war unerträglich". Mangs Anwalt hingegen betont, dass nicht sein Mandant, sondern eine angestellte Ärztin den Gips bei Hlaváová abgenommen hätte, außerdem habe die Patientin nach ihrer Entlassung aus der Klinik zwei Jahre lang keine Beschwerden vorgetragen. In einem anderen Fall fand die Patientin Kerstin W. Fotos ihrer nackten Brüste, versehen mit den Initialen ihres Namens und ihrer Altersangabe auf Mangs Homepage im Internet. Mang erklärt dazu, dass die Patientin schriftlich ihre Einverständniserklärung für die Veröffentlichung der Fotos gegeben habe. Die Patientin hat dies entschieden bestritten und klagte beim Landgericht Kempten. Ihr Anwalt warf Mang Urkundenfälschung und Betrug vor. Nach Einreichung der Klage bot Mang aber an, der Patientin einen Betrag von 3000 Euro zu zahlen und ihre Anwaltskosten zu übernehmen. Mang sieht darin aber kein Schuldeingeständnis. Er erklärt sein Entgegenkommen wie folgt: "Die Bodenseeklinik ist tunlichst darauf bedacht, keine unnötigen Prozesse mit Patienten zu führen." Ein renommierter Nasenchirurg, der Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch- Plastischen Chirurgen, Wolfgang Gubisch, erklärt: "Die Vorgänge in der Bodenseeklinik rücken die gesamte Ästhetische Chirurgie in Deutschland in ein schiefes Licht."