Wechsel von Staatssekretär Hoyer an Spitze der Europäischen Investitionsbank kostet anderen Finanzmanagern den Job - DER SPIEGEL
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Wechsel von Staatssekretär Hoyer an Spitze der Europäischen Investitionsbank kostet anderen Finanzmanagern den Job

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Der Wechsel von Werner Hoyer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, an die Spitze der Europäischen Investitionsbank wird mindestens einen Finanzmanager mit SPD-Parteibuch den Job kosten. Da gemäß dem Statut nur ein Deutscher Mitglied des Bankdirektoriums sein darf, wird der bisherige Vizepräsident Matthias Kollatz-Ahnen den Weg für Hoyer freimachen müssen. Der Ingenieur und Volkswirt Kollatz-Ahnen, Ehemann der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD), sitzt seit fünf Jahren im Direktorium der Investitionsbank. Ebenfalls um seinen Posten fürchten muss offenbar Thomas Mirow. Der ehemalige Finanzstaatssekretär ist seit 2008 Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London und könnte ebenso mit seinem Job dafür bezahlen, dass mit Hoyer ein weiterer Deutscher einen wichtigen europäischen Posten besetzt. Scharfe Kritik kommt bereits aus der SPD-Bundestagsfraktion. Von einem "schmutzigen Deal" spricht deren europapolitischer Sprecher Michael Roth. "Bei aller persönlichen Wertschätzung für Herrn Hoyer – es wäre ein Skandal, sollte die Bundesregierung allen Ernstes zwei international hochanerkannte Experten aus dem Weg räumen wollen, damit Außenminister Westerwelle einen unliebsam gewordenen Parteifreund entsorgen kann."