Kommando Spezialkräfte (KSK) rekrutieren erstmals Frauen
Für verdeckte Zugriffe in Krisengebieten will das geheim operierende Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr erstmals Frauen rekrutieren. Mit einem speziell auf Anwärterinnen zugeschnittenen Trainingsprogramm sollen die bisher ausschließlich männlichen deutschen Elitekrieger ab Mitte 2012 mit weiblichen Kommandokräften verstärkt werden. Aus Sicht der KSK-Führung hat die Einsatzerfahrung in muslimischen Ländern wie Afghanistan gezeigt, dass Soldatinnen bei heiklen Zugriffsmissionen und bei Durchsuchungen von meist strikt nach männlichen und weiblichen Bewohnern getrennten Gehöften deeskalierend wirken. Die US-Spezialkommandos setzen bei ihren verdeckten Operationen auch weibliche Soldaten zur Unterstützung ein. Das KSK hatte sich in der Vergangenheit wiederholt Soldatinnen aus anderen Bundeswehreinheiten ausgeliehen. Die Aufnahmeprüfung des KSK führt die Anwärter der Eliteeinheit mit Gewaltmärschen und psychologischen Tests an den Rand der körperlichen und seelischen Belastbarkeit; für die weiblichen Rekruten soll das Programm etwas entschärft werden.