Irans Außenminister Salehi sieht keinen Spielraum mehr für Kompromisse im Atomkonflikt
Irans Außenminister Ali Akbar Salehi sieht im Streit um das Nuklearprogramm seines Landes keinen Spielraum für Kompromisse: "Ich glaube, es hat keinen Zweck mehr, zusätzliche Konzessionen zu machen", sagt er dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Atomfrage sei "nur ein Vorwand", um sein Land "mit allen Mitteln zu schwächen".
Den jüngsten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde, der ab kommenden Donnerstag in Wien verhandelt wird, verurteilte Salehi. Weil der Report vor der "möglichen militärischen Dimension" des iranischen Nuklearprogramms warnt, habe die Organisation für Salehi ihre "frühere Objektivität" aufgegeben. Auf den Generaldirektor der IAEA Yukiya Amano kämen "schwere Zeiten" zu. Salehi: "Wir werden ihn und die Atomenergiebehörde für diese Schlussfolgerungen zur Rechenschaft ziehen."
Die Beschuldigungen der USA, Teheran habe ein Attentatskomplott gegen den saudiarabischen Botschafter in Washington angezettelt, wies Salehi zurück. Diese "Schmierenkomödie" sei ein Versuch Washingtons, sein Land als "Übeltäter" abzustempeln. Die USA forderte Salehi auf, "sich zu entschuldigen".