Engelke outet sich als Fan von Carmen Nebel - DER SPIEGEL
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Engelke outet sich als Fan von Carmen Nebel

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Komikerin Anke Engelke, 45, outet sich im Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL als Fan der Volksmusik-Moderatorin Carmen Nebel. "Sie macht Menschen froh, und das mit einer Herzlichkeit, dass mir ganz wohlig wird", so Engelke. "Ich möchte ihr gern glauben, dass sie so passioniert ist. Wenn Sie mir jetzt sagen würden, die hockt bis kurz vorm Auftritt unterm Sauerstoffzelt, und wenn sie wieder backstage ist, setzt sie sich einen Druck, hört Rammstein und kotzt auf alles, bräche für mich eine Welt zusammen."

Im Gespräch mit dem SPIEGEL erklärt Engelke auch, warum die Moderation von "Wetten, dass..?" für sie nicht in Frage käme: Sie schleppe noch immer ein "Late-Night- Trauma" mit sich herum, seit sie 2004 bei Sat.1 die Nachfolge von Harald Schmidt antreten sollte. "Bei 'Anke Late Night' habe ich mich immer dafür geschämt, wenn die Menschen glaubten, der Eingangsmonolog sei von mir, dabei war er von meinen Autoren, und ich habe nur so getan, als falle mir alles spontan ein."

Ihr Komiker-Kollege Bastian Pastewka, 39, spricht sich im SPIEGEL für die Einstellung der ZDF-Show aus: "Ich kann mir schwer vorstellen, dass es ohne Thomas Gottschalk funktioniert. Das Beste wäre, wenn das ZDF 'Wetten, dass..?' nicht fortführen würde. Man könnte sich doch etwas ganz Verrücktes, Neues ausdenken."

Auch seinen Haussender Sat.1 kritisiert Pastewka: "Es kommt selten zu verbindlichen Ansagen, es fehlt die Begeisterung, weil offenbar die Rechnungsabteilung das Programm bestimmt. Ich mache meine Reihe 'Pastewka' seit 2004 und hatte seither gefühlt mehr Unterhaltungschefs als Staffeln."

Insgesamt bezeichnete Pastewka das deutsche Fernsehen als "überinszeniert". Weil so vieles im Fernsehen unecht sei, rechneten die Menschen schon damit, "planmäßig betuppt zu werden". Pastewka im SPIEGEL: "Mancher Zuschauer hat die Unbefangenheit gegenüber dem Fernsehen verloren. Das ist schade."