Celesio-Manager kassierten 15 Millionen Euro Abfindung
Jürgen Kluge, Noch-Chef beim Familienkonzern Haniel, hat viel Geld ausgegeben, um drei bei ihm in Ungnade gefallene Manager der Konzerntochter Celesio loszuwerden. Insgesamt kostet die umstrittene "Säuberungsaktion", wie Kluges Personalentscheidungen intern genannt werden, rund 15 Millionen Euro. Allein zehn Millionen Euro kassiert demnach Celesios Ex-Chef Fritz Oesterle. Ebenfalls gehen mussten die Vorstände Christian Holzherr und Michael Lonsert, die sich zusammen mit Oesterle beim Aufsichtsrat über dessen Chef Kluge beschwert hatten. Der Vorwurf lautete, Kluge habe Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Haniel-Beteiligung an Celesio gestreut und damit den Unternehmensinteressen geschadet. Die Manager Holzherr und Lonsert erhielten zusammen rund fünf Millionen Euro. Sie verließen, so heißt es in der offiziellen Mitteilung, das Unternehmen "auf eigenen Wunsch und in bestem gegenseitigen Einvernehmen".