RAG-Chefaufseher Hartmann droht Rauswurf - DER SPIEGEL
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RAG-Chefaufseher Hartmann droht Rauswurf

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Dem ehemaligen E.on-Chef Ulrich Hartmann droht im Streit um die Neubesetzung des Chefpostens bei der milliardenschweren RAG-Stiftung eine Niederlage. Er weigert sich, einen Personalvorschlag der NRW-Landesregierung um Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) umzusetzen. Die möchte den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Werner Müller nächstes Jahr zum Chef der RAG-Stiftung machen. Hartmann, der zu Müller seit Jahren ein angespanntes Verhältnis hat, will das verhindern und hat im entscheidenden Gremium der Stiftung eine Sperrminorität aus vier weiteren Mitgliedern organisiert. Nun aber ist Hartmann selbst vom Rauswurf bedroht. Die Landesregierung ist in der RAG-Satzung auf einen Passus gestoßen, wonach Hartmann und seine Mitstreiter nicht, wie bislang angenommen, für den Zeitraum von fünf Jahren gewählt sind, sondern lediglich für einen Zeitraum "von bis zu fünf Jahren". Das bedeutet konkret: Hartmann könnte schon in einer der nächsten Sitzungen von einem neubestellten Mitglied des Gremiums ersetzt werden. Noch ist offen, ob die Landesregierung diesen Affront wagt, um die Personalie Müller durchzusetzen. Offiziell will man sich zu dem Vorgang nicht äußern.