Freiberufliche Hebammen müssen 2012 knapp 15 Prozent mehr für ihre Haftpflichtversicherung aufwenden - DER SPIEGEL
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Freiberufliche Hebammen müssen 2012 knapp 15 Prozent mehr für ihre Haftpflichtversicherung aufwenden

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Freiberufliche Hebammen werden ab dem Jahr 2012 deutlich mehr für ihre Haftpflichtversicherung ausgeben müssen. Informationen des Bundesverbandes der Hebammen zu folge müssen die Geburtshelferinnen ab dem kommenden Sommer 4242 Euro jährlich an ihre Versicherung zahlen, um abgesichert zu sein, falls bei einer Entbindung etwas schiefgeht. Das würde einen Anstieg von knapp 15 Prozent bedeuten. Eine Fachkraft müsste damit "196 Arbeitsstunden jährlich ausschließlich für die Versicherung" leisten, schreibt der Verband alarmiert an das Bundesgesundheitsministerium. Die Hebammen kämpften schon jetzt "ums Überleben" und seien mit einem Netto-Stundenlohn von 7,50 Euro "seit Jahren unterbezahlt". In der vergangenen Woche hatten sie die Gehaltsverhandlungen mit den gesetzlichen Krankenversicherungen vorerst ab gebrochen. Auch im letzte Woche vom Bundestag verabschiedeten Versorgungsstrukturgesetz, in dem Ärzte und Zahnärzte mit deutlich höheren Honoraren bedacht werden, sind die Hebammen nach eigener Ansicht zu wenig berücksichtigt worden.