IG Metall und Opel-Führung stellen sich hinter Betriebsratschef Franz - DER SPIEGEL
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IG Metall und Opel-Führung stellen sich hinter Betriebsratschef Franz

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz schart in der Affäre um seine Bezüge eine ungewohnte Koalition von Unterstützern um sich. Sowohl die Konzernspitze des Autobauers als auch die Gewerkschaft IG Metall sind überzeugt, dass die Bezahlung von Franz und anderen Opel-Betriebsräten dem Gesetz entspricht. IG-Metall-Chefjustitiar Thomas Klebe: "Das ist eindeutig." Ein Opel-Sprecher: "Wir haben keinerlei Zweifel an der Rechtmäßigkeit." Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt gegen Franz, Opel-Chef Karl- Friedrich Stracke sowie Personalvorstand Holger Kimmes wegen des Verdachts der Untreue. Hintergrund: Betriebsräte bei Opel erhalten eine monatliche Sonderzahlung von bis zu 1300 Euro. Das Betriebsverfassungsgesetz schreibt vor, dass Überstunden der Betriebsräte "zu vergüten" seien. Daimler und der VW-Konzern zahlen ihren Betriebsräten für Überstunden eine Pauschale. Sie errechnet sich aus dem Durchschnitt der Überstunden aller Mitarbeiter. Bei Opel werden die Überstunden der Betriebsräte pauschal mit bis zu 1300 Euro entlohnt. Ähnlich bezahlt Opel auch pauschal die Mehrarbeit von Vertriebsmitarbeitern. "Eine Bevorzugung des Betriebsrats ist nicht zu erkennen", sagt IG-Metall-Justitiar Klebe.