Harald Schmidt war in der ARD nur "solide"
Harald Schmidt ist in der ARD nicht in Hochform gewesen. Dem Hamburger Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL sagte er: "Bei der ARD waren das solide Arbeiten, die ich abgeliefert habe, aber jetzt surfe ich wieder auf der Welle." Erst jetzt mache er wieder eine "Spitzensendung". Er sagte weiter, Late Night sei "definitiv die letzte Station im Fernsehen. Mich interessiert nichts anderes mehr". Über das Ende seiner Theater-Ambitionen sagte Schmidt: "Ich wollte mir das selber nicht mehr zumuten. Ich war extrem erfolgreich, war ständig ausverkauft. Aber das war natürlich ein PR-Effekt, und meinen eigenen Ansprüchen genügte ich nicht." Er sei "zur ungeschönten Selbsterkenntnis gekommen, dass es vielleicht noch für den ,Jedermann' in Salzburg reichen würde, aber zu mehr nicht". Im SPIEGEL-Gespräch äußert sich Schmidt zudem zur Euro-Krise: "Im Ernst: Das ist jetzt der Preis, den wir zahlen für 70 Jahre ohne Krieg in Europa. Das sollte uns das wert sein." Schmidt weiter: "Solange noch Menschen leben, die mit dem Kinderwagen übers Haff geflohen sind, kann einen doch so ein Euro-Gehüstel nicht nervös machen." Schmidt, der Katholik ist, sagte, er glaube "nicht an die Form der Auferstehung, dass wir uns im Jenseits wiedersehen". Zwar sei die leibliche Auferstehung Kernbestand seines Glaubens, "aber das heißt ja nicht, dass man sich wiedersehen muss. Jeder kann ja woanders auferstehen".