Clerical Medical fürchtet deutsche Gerichte
Der britische Lebensversicherer Clerical Medical rechnet mit hohen Schadensersatzzahlungen an deutsche Anleger. Ihr Eigner, die Lloyds Banking Group, hat Rückstellungen von rund 200 Millionen Euro für Hunderte von Prozessen vor deutschen Gerichten gebildet. Diese Summe entspreche "einer angemessenen Schätzung der möglichen finanziellen Auswirkungen", heißt es bei der Versicherung. Die Anleger fordern von Clerical Medical Schadensersatz oder die Vertragserfüllung bei den Lebensversicherungen, die oft mit Krediten gehebelt wurden. Am 8. Februar soll es vor dem Bundes gerichtshof zu einer Verhandlung kommen, nachdem mehrere Oberlandesgerichte bereits gegen die Briten entschieden hatten. Insgesamt hat Clerical Medical Policen von über zwei Milliarden Euro in Deutschland verkauft.